6 Tipps Nein zu sagen

//6 Tipps Nein zu sagen

Mit folgenden sechs Tipps wird es Ihnen leichter fallen, zu entscheiden, wann Sie „Ja“ und wann Sie besser “NEIN” sagen. Achten Sie auf das Anliegen der Menschen, die Sie um etwas bitten. So finden Sie Wege, Ihre NEINS zu formulieren. Denken Sie daran: Üben Sie solange, bis Sie darin fit sind. Selbst wenn es ein halbes Jahr oder länger dauern sollte. Bleiben Sie am Ball. Es „lohnt Sie“.

 

 

6 Tipps Nein zu sagen

1. Die Analyse des Anliegens

Haben Sie auch schon feststellen dürfen, dass sich so manche kleine Bitte als  großer Aufwand entpuppte? Und viele scheinbar große Aufgaben als kleiner Aufwand. Deshalb ist es gut, das Anliegen genauer zu hinterfragen.

  • Was genau sollen Sie tun? Ein Gefallen, einen Termin wahrnehmen, eine Aufgabe erledigen etc.
  • Was soll das Ergebnis sein?
  • Welchen zeitlichen Aufwand wird das Anliegen geschätzt in Anspruch nehmen?
  • Haben Sie die Fähigkeiten, das Gewünschte überhaupt umzusetzen?
  • Wiederholen Sie das Anliegen, um ganz sicher zu gehen, dass sie es richtig verstanden haben.

 

 

2. Klärung dessen, was der andere nicht tun kann

Nehmen wir anderen Menschen die Dinge ab, die sie selber schaffen könnten, tun wir ihnen damit keinen Gefallen.

  • Was kann der andere, der Sie um einen Gefallen etc. bittet, selbst nicht tun?
  • Weshalb nicht?
  • Was braucht er (Wissen, Hilfe, Anleitung etc.) um die Aufgabe erledigen zu können?
  • Was hat er schon versucht? Mit welchem Ergebnis?

 

 

3. Bitten Sie um Bedenkzeit, ehe Sie sich entscheiden

Viele Anliegen sind meistens keine Notfälle. Ihre Entscheidung darf daher auch reifen. Sind Sie unsicher, dann nehmen Sie sich Zeit. Informieren Sie den anderen beispielsweise:

  • Gibst Du mir bitte zehn Minuten Bedenkzeit?
  • Ich gebe Dir morgen Bescheid, da ich es im Moment noch nicht abschätzen kann. Reicht Dir das aus?
  • Ich helfe Dir gerne. Aktuell habe ich eine Terminsache am Tisch, die sehr umfangreich ist. Hat die Erledigung Deiner Arbeit Zeit bis nächste Woche Donnerstag?

 

 

4. Überlegen Sie den Preis

Haben Sie das Gefühl, dass Sie anderen mehr helfen als Ihnen selbst geholfen wird? Ist das Geben und Nehmen ausgewogen? Falls Nein: bedenken Sie, dass Sie ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen auf Dauer unzufrieden macht. Bitte klären deshalb für sich, bevor Sie zusagen:

  • In welcher Beziehung stehen Sie zu dem anderen Menschen? Hat die Hierarchiestufe des Bittstellers mit Ihrem NEIN oder JA zu tun? Befürchten Sie vielleicht Konsequenzen?
  • Wird es Ihnen leicht von der Hand gehen, das Gewünschte zu erledigen? Oder graut Ihnen vielleicht im Vorfeld allein bei dem Gedanken daran schon?

 

 

5. Bei einem NEIN Alternativen aufzeigen

Helfen Sie dem Bittsteller dabei, die Aufgabe selbst zu erledigen. Auf Dauer tun Sie sich selbst und dem anderen einen Gefallen.

  • „Ich bin mir sicher, dass Du die Aufgabe zum größten Teil selber machen kannst. Gerne gebe ich Dir Hilfestellung. Welche Ideen hast Du Dir für die Lösung schon bereitgelegt? Wie und in welchem Umfang kann ich Dich am besten unterstützen?“
  • „Frag doch bitte Michael; ich weiß, dass er das außerordentlich gut kann. Ich bin mir sicher, dass er Dir gerne weiterhilft“.

 

 

6. Das „NEIN“ vorbereiten und üben

Ein NEIN sagen klingt einfach. In der Praxis stellt es für viele Menschen eine enorme Hürde dar. Sollte das auch auf Sie zutreffen: Überspringen Sie diese Hürde.
Probieren Sie folgendes aus.

  • Hinterfragen Sie, welcher Person Sie ein Nein formulieren möchten.
    Nehmen wir an, es geht um einen Mitarbeiter, der weiß, dass Sie als Chef die Arbeit selbst erledigen, sobald er mit Fragen auf Sie zukommt (eine Form der Rückdelegation).
  • Formulieren Sie zunächst Ihr persönliches NEIN schriftlich.
  • Feilen Sie worttechnisch solange an der Formulierung, bis Sie ein gutes Gefühl verspüren und Ihnen das NEIN sagen leicht über die Lippen kommt. Dann zeichnen
    Sie das NEIN mit dem Handy auf. Sprechen Sie Ihr NEIN solange auf Handy, bis es „stimmig für Sie klingt“.
  • Übrigens: ob ein NEIN ein NEIN war, erkennen Sie an der Reaktion Ihres Gegenübers.
    Akzeptiert dieser es letzten Endes, dann war es ein NEIN. Alles andere war noch kein ausreichend entschlossenes NEIN.
  • Und die für Ihre NEINs richtige Tonalität finden Sie durch die Sprachaufzeichnung heraus.

 

 

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