Als Führungskraft andere Menschen inspirieren

//Als Führungskraft andere Menschen inspirieren

⏱ 3 Min. | 04. Juli 2021
Lernen Sie als Führungskraft, wie Reziprozität (Wechselseitigkeit) Ihnen helfen kann, Ihre Mitarbeiter, Kollegen, Kunden und Ihren Chef zu inspirieren (beeinflussen).

 

Haben Sie schon einmal versucht, etwas zu bekommen – vielleicht einen Rat, Unterstützung oder eine wichtige Information – von jemandem, der Ihnen nicht helfen wollte?

Als Führungskraft andere Menschen inspirieren

Manchmal kann es extrem schwierig sein, die Hilfe von Menschen zu bekommen, besonders wenn wir keine natürliche Autorität über sie haben. Ein menschlicher und respektvoller Umgang mit dem Umfeld ist also wichtig.

 

Hier kann uns das Cohen-Bradford Influence Model helfen, herauszufinden, worauf andere Menschen Wert legen. Wir können diese Informationen dann so einsetzen, dass jeder der Beteiligten das gewünschte Ergebnis erhält.

Über das Modell

Das Influence Model, auch bekannt als das Cohen-Bradford Influence Model, wurde von Allan R. Cohen und David L. Bradford, beides Führungsexperten und angesehene Professoren, entwickelt. Das Modell wurde ursprünglich in ihrem 2005 erschienenen Buch „Influence Without Authority“ veröffentlicht.

NUR DU
Das einzige Werkzeug, um das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen,
ist Dein eigenes Verhalten.
Du wirst scheitern, wenn Du versuchst, dieses Werkzeug zu schonen.

Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger

Auf Menschen einwirken ohne Autorität

Cohen und Bradford gehen davon aus, dass Autorität problematisch sein kann. Sie garantiert nicht immer, dass man die Unterstützung und das Engagement der Menschen um einen herum erhält, und sie kann Angst erzeugen und Menschen dazu motivieren, für kurze Zeit aus den falschen Gründen zu handeln.

 

Deshalb ist es so nützlich zu lernen, wie man auf andere einwirken (inspirieren) kann, ohne Autorität zu benutzen.

Die Grundlage des Modells

Das Influence Model basiert auf dem Gesetz der Gegenseitigkeit – dem Glauben, dass alle positiven und negativen Dinge, die wir für (oder an) andere*n tun, mit der Zeit zurückbezahlt werden. Andere nennen es ausgleichende Gerechtigkeit.

Brauchen Sie mehr natürliche Autorität?


Das Modell in Kurzform

Wie Du mir, so ich Dir. Oder: Eine Hand wäscht die andere.

 

Geben Sie dem anderen das, was er momentan am meisten brauchen kann. Und sie bekommen im Gegenzug das, was Sie von dem anderen Menschen wollen. Wahren Sie die Grenzen!

 

Wenn Sie zum Beispiel Ihrer Chefin einen wertvollen Tipp geben, dass ihr Arbeitspensum reduziert, erwarten Sie (wenn auch unbewusst), dass sie in Zukunft etwas Nettes für Sie tun wird.

 

Die 6 Schritte des Modells bildlich dargestellt zum Download. Hier klicken.

3 Tipps zur Anwendung

Die Kunst, das Modell anzuwenden, besteht darin, zu erkennen, was der andere momentan am meisten von Ihnen braucht. Und sie besteht auch darin, Grenzen zu verstehen und Grenzen aufzuzeigen. Und ferner darin, sich in den Gefälligkeiten (Abhängigkeiten) nicht zu verfangen.

 

Die Erfahrung zeigt, dass wir uns darüber ärgern, was der andere am meisten von uns braucht, weil es uns so gar nicht in den „eigenen Kram passt“.

 

Da kann sein Zeit, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Zuhören, Gesehen werden, Hilfe in Form von Auswertungen usw. Teilweise menschliche Faktoren, die sich schwer als Daten messen lassen.

Bildquelle

erdverbunden, einfach natürlich, mittendrin und "direktemang"