Mit Business Coaching eine Nasenlänge voraus (Teil 2)

//Mit Business Coaching eine Nasenlänge voraus (Teil 2)
Organisationsentwicklung Unterschleissheim

Was ist Coaching?

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition Coaching – Was ist es – Was ist es nicht?
  2. Die Grundhaltung – im Management, Business oder Coaching
  3. In welchen Situationen kann Coaching helfen?
  4. Der Coach – Qualifikation und Aufgabe
  5. Was macht der Coach?

 

Dass der Begriff „Coaching“ häufig zweckentfremdet wird, ist hinlänglich bekannt.

Beinahe logisch erscheint deshalb, dass im Gegenzug wissenschaftliche Studien wie Pilze aus dem Boden schießen. Es wird nach Nachweisen geforscht, die Aussagen erlauben, wie Coaching wirkt. Welche Effekte sich durch Coaching erreichen lassen. Inwiefern die gesetzten Coaching-Ziele erreicht werden, Und ob positive und gewünschte Veränderungen bei den Klienten auftreten oder ob dies nicht der Fall ist.

Für Menschen, wird es verständlicherweise immer schwieriger, den richtigen Coach zu finden. Woran soll man sich bei dieser Vielfalt (Business Coaching, Life Coaching, Leadership Coaching, Personal Coaching) an Coaching-Angeboten nun orientieren?

 

Die nachstehenden Informationen sollen Ihnen die Entscheidung und die Auswahl erleichtern.

 

 

1.Was ist Coaching? Definition

Die Antwort zu dieser Frage setzt sich aus vielen Aspekten zusammen. Coaching kann nicht auf eine Methode reduziert werden.

 

Je nach Blickwinkel des Betrachters (Coach, Institute, Schulen etc.) ergeben sich bereits mannigfaltige Ansätze.

 

Die Essenz aus diesen unterschiedlichsten Ansätzen: Jeder Ansatz zielt darauf ab, Menschen zu helfen. Sei es nun eine bestimmte Situation zu klären. Ein schwieriges Problem zu lösen. Oder sei es, eine Entscheidung, die es zu treffen gilt. Oder sei es die eigene Persönlichkeit, um die es geht.

 

Coaching bedeutet Begleitung, die das  Wachstum, die Weisheit und die Wirksamkeit des Klienten fördert.

In welchen Bereichen dies stattfinden soll, weiß der Klient bereits selbst. Oder er legt dies mit Unterstützung des Coachs fest.

 

Auch die Zielsetzung des Coachings ist klar definiert. Ebenso die Messkriterien, an denen der Klient sein Wachstum selbst erkennen kann. Die Wirksamkeit zeigt sich in seinem Alltag (Beruf und Privat). Denn: keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

 

Was ist es nicht?

Coaching ist keine Beratung –  kein Training –  keine Therapie?

 

Coaching beinhaltet auch Aspekte der Beratung, des Trainings und punktuell auch der Therapie (ohne dabei gleich therapeutisch zu arbeiten).

 

Ein Eingehen auf Ursachen, weshalb wir uns in bestimmten Situationen wie verhalten bzw. fühlen ist essentiell. Und die Biographie lässt sich auch nicht an der Tür des Coachingraums ablegen.

 

Ein Coach kann den Menschen, der zu ihm ins Coaching gekommen ist, nicht losgelöst von dessen Emotionalität und Biographie betrachten. Der Klient bringt mindestens vier Elemente ins Coaching mit (Rationalität, Emotionalität, Physis und Biographie).

 

 

2. Die Grundhaltung des Coachs

 

Die Grundhaltung und die Lebensanschauung sind von entscheidender Bedeutung. Weitere Faktoren sind das Weltbild, das Menschenbild sowie die Erfahrungen des Coachs.

 

Dass ein Coach sich seiner ethischen und moralischen Verantwortung bewusst ist, wird vorausgesetzt. Die Verantwortung für sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt in jedem Fall beim Klienten.

 

 

3. In welcher Situation kann Coaching helfen?

 

Für jeden Menschen, der sich bei einem Entwicklungsprozess professionell begleiten lassen möchte.

 

Hier ein Auszug von Themen, die Menschen ins Coaching mitbringen:

  • Ein Bereichsleiter kann nicht Nein sagen – und zwar auf allen Hierachieebenen. Wie gelingt ihm ein dauerhaftes Nein, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen?
  • Eine Mutter möchte berufstätig sein. Sie weiß nicht, wie sie Karriere und Familie vereinbaren kann.
  • Ein Unternehmer steckt „mitten im Geschäft und Beruf“ und befürchtet, seine Familie zu verlieren. Wie dem Teufelskreislauf entkommen?
  • Eine Ingenieurin kann sich trotz fachlicher Qualifikation bei ihren überwiegend männlichen Kollegen nicht behaupten.
  • Die Angestellte hat eine Geschäftsidee, aber Angst vor der Selbständigkeit. Bin ich eine Unternehmerin?
  • Der Projektleiter kann sich in Besprechungen und Meetings nicht durchsetzen. Karrierebremse?
  • Ein Abteilungsleiter will sein Team motivieren und zu größerer Leistungsbereitschaft führen. Er stellt seinen Führungsstil in Frage.
  • Ein Sachbearbeiter wird von seinen Kollegen missachtet. Wie damit umgehen?

 

 

4. Der Coach – Qualifikation und Aufgabe

 

Persönliche Qualifikation

Die Persönlichkeit des Coachs, seine menschliche Qualifikation sowie die Sympathie zwischen Coach und Klient sind entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Aus diesen Aspekten heraus entwickelt sich das Vertrauen, die die absolute Basis dieser Arbeitsbeziehung bildet.

 

Verlassen Sie sich hier auf Ihre Intuition. Spricht der Coach Ihre Sprache? Fühlen Sie sich angesprochen? Versteht er, wovon Sie reden?

 

Fachliche Qualifikation

Die fachliche Qualifikation ist eher zweitrangig. Die Problematik des Klienten ist meistens nicht im fachlichen Knowhow zu finden.

 

Der Unternehmer kennt seine Hauptbereiche, um die es geht, der Vertriebsmann kennt den Markt, der Abteilungsleiter kennt die Betriebsabläufe und seine Mitarbeiter und der Personaler weiß um die gesetzlichen Regelungen.

 

Dennoch muss der Coach betriebs- und marktwirtschaftliche sowie unternehmerische Kenntnisse haben. Er sollte aus eigener Erfahrung wissen, wie ein Unternehmen funktioniert, welche Kommunikationswege für den Betriebsablauf notwendig sind und wie die Branche des Klienten „tickt“. Fragen Sie den Coach nach seinen beruflichen Erfahrungen. Und sofern es wichtig für Sie ist, fragen Sie ihn ihm Erstgespräch auch nach dessen menschlichen Erfahrungen.

 

 

5. Was macht der Coach?

 

Ein Coach unterstützt Sie bei der Persönlichkeitsentwicklung – meist in Verbindung mit Themen der Berufswelt.

 

Hierzu stellt er unter anderem Ihre Gewohnheiten, Sichtweisen, Lebenseinstellung und bestehende Strukturen in Frage, um Veränderungen zu ermöglichen.

 

Die Qualität des Coachings steht und fällt mit der Reife, der Risikobereitschaft und auch dem Mut des Coachs.

 

Dadurch, dass er den Klienten konsequent an seine Selbstverantwortung erinnert, „riskiert“ er möglicherweise eine ablehnende Haltung. Hier bleibt der Coach eindeutig und konsequent. Er bietet damit den konstanten Part, der – neben der Aufforderung zu Veränderungen – dem Klienten die benötigte Sicherheit bietet.

 

Virginia Satir, Familientherapeutin bringt das, was der Coach macht, trefflich auf den Punkt:

 

Ich glaube, das größte Geschenk,
das ich von jemandem empfangen kann, ist,
gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.
Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist,
den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen
und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“

 

Sehen Sie auch den Beitrag in der 3sat-Mediathek zum Thema Coaching (Sendung vom 03. Nov. 2016).

 

 

Herzlichst

Christine Riederer

 

 

Inhaltsverzeichnis „Mit Business Coaching immer eine Nasenlänge voraus“

  1. Business Coaching – Kurz vorgestellt (Teil 1)
  2. Business Coaching – Was ist Business Coaching? (Teil 2) – Sie befinden sich hier
  3. Business Coaching – Was macht der Klient? (Teil 3)
  4. Business Coaching – Ablaufdiagramm & Transformationsprozess (Teil 4)

 

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