Körperliche Distanzierung

//Körperliche Distanzierung

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Wie Sie eine Balance finden können, mit dem „kalten Entzug der körperlichen Nähe“ umgehen zu lernen.

 

 

Körperliche Distanzierung

Wir lesen, dass wir uns vor der Anfälligkeit des Corona-Virus unter anderem schützen können, wenn wir 1,5 bis 2 Meter Abstand zu Menschen ausserhalb unseres familiären Umkreises halten.

 

Vielleicht ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass einige körperliche Distanz mit „Social Distancing“ gleichsetzen. Ich stelle eine seltsam anmutende Fehlinterpretation der Begrifflichkeit „körperliche Distanz“ im täglichen Umgang fest.

 

In den wenigen Wochen, in denen wir auf körperliche Distanz gegangen sind, sind übliche Gesten wie das Anbieten eines Handschlags oder das Umarmen zu absoluten No-Nos geworden. Einige Menschen wussten nicht, wie sie menschlichen Kontakt vermeiden können, ohne unbeholfen oder gar unhöflich zu wirken.

Manche schauen weg und vermeiden Augenkontakt, wenn sie jemandem begegnen.

 

Andere signalisieren „Kommen Sie mir nicht zu nahe“.  Und andere wiederum halten Gespräche auf ein Minimum beschränkt, als ob mehr Worte sie anfälliger für das Virus machen würden.

Wir sollten körperliche Distanzierung üben und weiter beibehalten. Aber bitte keine soziale Distanzierung.

 

Der Mensch ist ein soziales Wesen, das merken wir in extremen Zeiten wie diesen. Wir brauchen einander und bereits vor COVID-19 wussten wir, dass es uns viel besser geht, wenn wir zuammenarbeiten und uns miteinander verbinden. Das dient nicht nur unserer geistigen Gesundheit und unserem Zugehörigkeitsbedürfnis.

 

Und einige stellen vielleicht fest, dass vom Home Office aus arbeiten schön klingt, aber gar nichts für sie ist. Weil sie die Routine brauchen zur Arbeit zu fahren, weil sie den physischen und psychischen Kontakt zu ihren Kollegen brauchen, weil die Stille im Home Office beklemmend sein kann, weil es eine gehörige Portion Disziplin erfordert, konzentriert zu arbeiten usw.

„Jedermann wird zugestehen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist.

Wir sehen es in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinen Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus.“

 

Charles Robert Darwin (12.02.1809 – 19.04.1882), britischer Naturforscher und Evolutionsbiologe (Anthropologe)

Während wir uns weiter körperlich distanziert halten, sollten wir uns daran erinnern:

– Beziehungen sind es, die unserem Leben Sinn geben

– Interaktion ist das, was unseren Charakter und unsere Persönlichkeit formt

– Ermutigung ist der Sauerstoff der Seele

– Leben ist nichts für Kontrollfreaks (immer mit allem rechnen)

Fünf Ideen, um mit der körperlichen Distanzierung umzugehen

❖ Suchen Sie nach anderen Möglichkeiten des Ausdrucks

Verbeugen Sie sich, statt Hände zu schütteln oder sich zu umarmen. Oder bieten Sie eine Umarmungsgeste in der Luft an, um den gleichen Effekt zu erzielen.

❖ Begrüßen Sie Menschen, wenn Sie unterwegs sind, selbst wenn Sie diese nicht kennen.

❖ Lächeln Sie, so oft es geht.

Die Magie eines Lächelns geht uns sonst verloren.

❖ Zeigen Sie Ihre Dankbarkeit.

Gegenüber der Dame im Supermarkt oder dem Verkäufer an der Tankstelle. Drücken Sie Ihren Dank aus, dass sie für Sie da sind und für Sie sorgen.

❖ Virtuell abhängen

Planen Sie Zeit ein und hängen Sie virtuell mit Freunden ab. Nutzen Sie zoom oder andere Video-Conferencing Dienste.

Auch eine Weinverkostung kann virtuell erfolgen. Alles nur eine Frage der Kreativität.

 

Telefonieren Sie, statt SMS oder WhatsApp zu nutzen. Eine mitfühlende Stimme hören bedeutet oft mehr, als nur Worte zu lesen.

Sie wollen mehr erfahren, Ihre individuelle Balance zu finden!

erdverbunden, einfach natürlich, mittendrin und "direktemang"