Mit Stille das Gedankenkarussell stoppen

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⏱ 5 Min. | 14. Nov. 2021

Wieso Stille in einer chaotisch empfundenen Zeit so bedeutend ist.

 

Können Sie sich selbst genug sein? Ohne ständig das Gefühl zu haben, dass Sie noch was tun müssten?

Mit Stille das Gedankenkarussell stoppen

Der Verstand will sich ständig um tausend Dinge kümmern, weil er eine gewisse Unsicherheit und Angst verspürt.

 

Er will Probleme lösen, die teilweise gar keine sind. Sich um all die unerledigten Dinge kümmern; herausfinden, ob alles in Ordnung sein wird. Er möchte, dass alle unsere Bedürfnisse erfüllt werden, vom Überlebensbedürfnis bis hin zu Sinn, Verbindung und Liebe.

 

Der Verstand ist ruhelos, er will alles in Ordnung bringen, alles bekommen, was er braucht.

Wie wäre es, wenn Sie Ihrem Verstand erlauben würden, sich auszuruhen?

Dann bräuchten Sie in jedem Moment nichts anderes als das, was für das physische Überleben notwendig ist. Das bedeutet nicht, dass Sie nichts tun würden, obwohl Sie es könnten.

 

Über Ihre Bedürfnisse hinaus könnte es einen aufrichtigen Wunsch geben, etwas Gutes für sich selbst oder andere zu tun, das jedoch nicht aus der Angst kommen muss.

Der innere Kampf

Dieser nie enden wollende Kampf tobt in jedem Menschen. Er wird in folgender Metapher veranschaulicht.

 

Die Geschichte von den zwei Wölfen
Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.

Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

 

Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“

 

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

 

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den Du fütterst.“

Wir haben die Wahl

Es liegt an uns. An unserer Ausrichtung und unserer Einstellung, was wir in die Welt tragen wollen und wie sie uns wiederum begegnet. Es liegt auch an unserer Haltung, was wir in anderen Menschen zum Ausdruck bringen wollen.

 

Werden wir uns bewusst und üben uns darin, welchen Wolf wir füttern. Gewinnen wir eine gewisse Gelassenheit und inneren Frieden. Ein Gefühl, dass wir genug sind und alles, was wir brauchen, bereits in uns enthalten ist.

In sich gehen

Wir sind umgeben von Hektik und Lärm, doch erst die Stille lässt uns aufhorchen. Ich empfehle, folgendermaßen anzufangen:

 

1. Setzen Sie sich an einen ruhigen Ort. Heben Sie Ihre Hüften mit einem Kissen über die Knie, um sich mehr Stabilität und Komfort zu geben.

 

Sitzen Sie in einer aufrechten, aber entspannten Haltung. Die Augen können geschlossen oder leicht geöffnet sein und den Blick sanft nach unten richten.

2. Beobachten Sie Ihre Gedanken. Ihr Verstand wird sich von dieser direkten Erfahrung abwenden wollen. Das liegt daran, dass er sich unruhig fühlt. Er will seine Bedürfnisse befriedigen, Probleme lösen oder sich mit Ungewissheiten oder Ängsten auseinandersetzen. Aber nie mit Ruhe und Stille.

 

Das ist in Ordnung! Beobachten Sie den Verstand bei seiner Arbeit. Was versucht er zu lösen? Achten Sie auf die zugrunde liegende Angst oder das Verlangen, wenn der Verstand versucht, sein Ding zu machen.

 

3. Verweilen Sie in der direkten Erfahrung.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Empfindungen Ihres Körpers, die Empfindungen des gegenwärtigen Augenblicks.

 

Diese Empfindungen sind eine direkte Erfahrung dessen, was gerade ist.

 

Lassen Sie Ihren Verstand in diesem offenen Gewahrsein bleiben, ohne dass Sie etwas anderes tun müssen, als es zu erleben.

4. Schätzen Sie die kreative Qualität Ihrer Ratio. Der Verstand ist eine Energie, die versucht, ihr Bestes zu geben, um zu überleben.

 

Er ist sich nicht bewusst, dass er bereits brillant, reichhaltig und ausreichend ist. Sie können beginnen, diese herrlichen Qualitäten des Verstandes zu schätzen. Das erfordert Übung und Neugier.

5. In die Stille hören. Bleiben Sie mindestens 5-10 Minuten in dieser Position, mit der Zeit auch länger, wenn Sie möchten.

 

Es muss nicht lange sein, aber wenn Sie sich unruhig fühlen, bleiben Sie etwas länger, um diese Unruhe zu erforschen.

Ihre Belohnung

Unabhängig davon, wie schwer es Ihnen fallen wird, üben Sie weiter. Unabhängig davon, wie banal Ihnen das auch erscheinen mag. Oder wie sehr Sie meinen, dafür keine Zeit aufwenden zu wollen.

 

Sie finden unter anderem innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sowie Resilienz.

Stille ist das nahezu windstille Zentrum eines Wirbelsturms, in dem selbst ein Baby friedlich schlafen könnte.

Setzen Sie sich hin und lassen Sie mich wissen, was Sie (heraus-)finden!

Bildquelle

 Stille lernen!

 

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erdverbunden, einfach natürlich, mittendrin und "direktemang"