Potenzial entfalten (Teil 1/3)

//Potenzial entfalten (Teil 1/3)
Potenzial entfalten - Selbsterkenntnis erlangen

⏱ 4 Min. (ohne Übungen)

Dieser Beitrag beschreibt die Selbsterkenntnis, eine von sieben Fähigkeiten, die Sie einsetzen können, Ihr volles Potenzial zu entfalten.

 

 

Potenzial entfalten

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Sie Ihr Potenzial verschwenden? Dass Sie mehr können, aber irgendwie kommen Sie nicht voran? Und Sie wissen auch nicht, wie Sie es anstellen können, Ihre Schatztruhe zu öffnen?

 

Ich habe sieben Fähigkeiten ausfindig gemacht, die Menschen gemeinsam haben, die mit ihrer Persönlichkeit andere Menschen beeinfluss(t)en.

 

 

1.1 Selbsterkenntnis

 

Was ist Selbsterkenntnis?
Die Forscher Shelley Duval und Robert Wicklund veröffentlichten in den frühen 70er Jahren „A Theory of Objective Self-Awareness“. Sie sagten, dass sich seiner bewusst sein die Fähigkeit ist, nach innen zu schauen, tief über sein Verhalten und seine Haltung nachzudenken und zu überlegen, wie diese mit ihren moralischen Standards und Werten übereinstimmt.

 

Warum ist Selbsterkenntnis wichtig?
Sich zu kennen und zu wissen, worauf es Ihnen in Ihrem Leben am stärksten ankommt, ist entscheidend für Ihr Privatleben und Ihren Beruf. Versuchen Sie nie etwas oder jemand zu sein, der Sie nicht sind. Das macht Sie auf Dauer wütend und sehr unzufrieden.

Selbsterkenntnis - Selbstbild vs. Fremdbild

Quelle: onlinewahn.de

Fühlen Sie sich stark und mächtig wie ein Löwe und handeln wie ein Kätzchen? Nehmen Sie wahr, wie Sie denken, fühlen, handeln und ob Sie sich von Ihrer Biografie unbewusst beeinflussen lassen. Leben Sie womöglich das Leben Ihrer Eltern oder bringen deren übernommene Einstellungen Sie heute noch in Verlegenheit?

 

Sich von der Trance dieser Konditionierungen zu lösen ist ungemein befreiend.

 

 

1.2 Teilfähigkeiten der Selbsterkenntnis

 

1.2.1 Identität

Sich selbst kennen und den eigenen Empfindungen zu vertrauen, wird in der westlichen Erziehung wenig gefördert.

 

Als Kind ist das Selbstbild stark von den Urteilen anderer beeinflusst. Die Identität entwickelt sich lebenslang weiter. An der Spiegelung in anderen, deren Feedback und an der Selbstreflexion können Sie festmachen, was zu Ihnen gehört.

 

Selbsterkenntnis ist deshalb so besonders, weil sich selbst kennen viel mit Ihrer wahren Identität zu tun hat. Vera Birkenbihl formulierte sinngemäß: „Potenzial ist das, was wir waren und hatten, ehe Erziehung dazwischen kam.“

 

Identität - Selbsterkenntnis

 

 

1.2.2 Sich selber wahrnehmen

Ihr Autopilot springt ohne Ihr Zutun an und Sie würden sich gern „besser im Griff haben wollen, auf eine ruhige und souveräne Art“? Zwei Möglichkeiten: Sie kennen Ihre Gefühle und Reaktionen nicht? Sie kennen sie und haben aber kein Gegenmittel parat?

 

Nehmen Sie dagegen Ihre Gefühle wahr, können Sie diese Kraft nutzen, um sie zu steuern und in gesunde Bahnen zu lenken.

 

 

1.2.3 Intuition

Fragen Sie bei wichtigen Entscheidungen auch Ihren Bauch? Wissen wird in unserer Gesellschaft einseitig vermittelt. Die Wissenschaft gilt bei vielen als einzige Quelle des Wissens. Es gibt vier Wissensbausteine. Intuition ist neben Weisheit und Vision einer davon. Und Wissen.

 

Die Intuition als wichtigen Entscheidungsbaustein zu integrieren, erscheint Ihnen abwegig? Ist Intuition etwas, das nur Frauen haben? Vision ist etwas für Spinner und Weisheit ist nur alten Menschen vorbehalten? Keineswegs!

 

Intuition - Selbsterkenntnis entfalten

 

Intuition bedeutet, innerhalb von Sekunden eine Entscheidung zu treffen. Ohne zu lange nachzudenken oder über alle Informationen zu verfügen.

 

Seiner Intuition vertrauen lernen, dazu braucht es Muße, sich zu hinterfragen, woher Gefühle kommen könnten und was es damit auf sich hat.

 

 

1.2.4 Gefühle

Gefühle - sich selbst erkennen

 

Können Sie Ihre Gefühle nutzen, statt gegen sie anzukämpfen, gewinnen Sie mehr innere Zufriedenheit. Sie nutzen die Kraft der Gefühle, ausdauernd und beharrlich Ihre Ziele zu erreichen.

 

Wie reagieren Sie auf Veränderungen in Ihrem Arbeitsumfeld? Passen Sie sich dem Fluss an, in dem Sie Ihre Kompetenzen erweitern oder resignieren Sie? Geben Sie womöglich anderen die Schuld an diesen Umständen?

 

 

2 Übungen

 

 📝 Ihre Stärken und Schwächen kennen

Sie können damit beginnen, sich selbst besser kennenzulernen, indem Sie eine persönliche SWOT-Analyse durchführen.

 

SWOT steht für S = Strengths (Stärken), O = Opportunities (Chancen), W = Weakness (Schwäche) und T = Threats (Gefahren/Risiken). Eine sehr ausführliche Beschreibung nebst Formular finden Sie bei den Kollegen von karrierebibel.

 

 

📝 Fokus auf Ihre Reaktionen

  • Gibt es Situationen, in denen Sie wiederkehrend stark gefordert werden und Sie an Ihr Limit kommen?
  • Welche Menschen und welches Verhalten bringen Sie in Rage?
  • Wovor haben Sie Tage vorher schon Angst/Sorge?

 

 

Reflexionsbuch führen

Stellen Sie sich diesen Situationen, statt sie zu vermeiden oder beeinflussen zu wollen. Schreiben Sie auf, was in diesen Situationen passiert und wie Sie sich verhalten.

 

Schauen Sie es sich genau an: Welche Gedanken machen Ihnen Angst? Was genau am Verhalten macht Sie wütend und aggressiv? Welche Bilder geistern Ihnen durch den Kopf? Geht es immer um diesselben Personen?

 

Notieren Sie das, was Sie beobachtet haben und fragen Sie sich, ob und wie Sie etwas daran können und wollen? Oft reicht es schon, Situationen wertfrei und neutral betrachten zu können.

 

 

Fazit

Egal was Sie tun. Tun Sie es auf die beste Art und Weise – oder lassen Sie es.

 

 

There are three things extremely hard: steel, a diamond, and to know one’s self.

Benjamin Franklin

 

 

Die in der Beitragsserie „Potenzial entfalten Teil 1/3“ beschriebene Route ist die schnellste, Ihr volles Potenzial zu erreichen. Es ist auch die Schwierigste. Aber das sollte Sie nicht überraschen.

 

 

Auf Ihre Führungsexzellenz!

 

 

Herzlichst

Christine Riederer

 

 

erdverbunden, einfach natürlich, mittendrin und "direktemang"