Preis der Verantwortung

//Preis der Verantwortung

Was bedeutet Verantwortung? Die Suche im Netz liefert unter anderem folgende Erklärungen:

Ver·ạnt·wor·tung Substantiv [die]

1. die Pflicht, dafür zu sorgen, dass (in bestimmten Situationen) das Notwendige und Richtige getan wird und kein Schaden entsteht.

„Der neue Trainer hat eine große Verantwortung übernommen.“

2. die Verpflichtung, für seine Handlungen einzustehen und ihre Folgen zu tragen.

„Sie trägt die volle/die alleinige Verantwortung für den Unfall.“

 

Verantwortung bitte nicht verwechseln mit Verantwortlichkeit.

 

Wo liegt die Verantwortung?

Im ersten Beispiel liegt die Verantwortung beim Trainer. Im zweiten Beispiel bei der handelnden Person selbst.

 

Beleuchten wir nun die Situation einer angestellten Führungskraft. Übertragen wir die Aussagen auf deren Berufsalltag. Sie können auch einen mittelständischen Unternehmer mit 150 Mitarbeitern nehmen.

„Er trägt die Verantwortung, dass das Notwendige und Richtige getan wird und kein Schaden entsteht

und

die Verpflichtung, für seine Handlungen einzustehen und ihre Folgen zu tragen“

 

Lassen Sie die Aussagen auf sich wirken. Auch ohne, dass wir die Situation der Führungskraft oder des Unternehmers im Detail kennen.

Was ist das Notwendige? Was das Richtige? Welche Folgen sind zu tragen? Für wen? Mit welcher Konsequenz für die anderen? Mit welchen Folgen für einen selbst? Betrachten Sie vier Ebenen. Ihre Gedanken, Ihre Emotionen, Ihren Körper und Ihre persönlichen Erfahrungen. Lassen Sie die Vorstellung nach einem kurzen Moment wieder los.

 

Wie fühlten Sie sich? Welche Fragen haben sich für Sie ergeben?

 

 

Der Preis der Verantwortung

Sich kurz auf die Situation einlassen, lässt erkennen, wie groß das Spannungsfeld „Verantwortung“ ist, in dem sich Führungskräfte und Unternehmer bewegen. Allein die Vorstellung, Entscheidungen zu treffen, die allen Mitarbeitern gefallen, ist ein unmögliches Unterfangen. Ganz abgesehen von Lieferanten, Partnern, Medien etc.

 

Kein Wunder also, dass Führen immer unbeliebter und als schwierig empfunden wird.

 

Nur allzu leicht schieben wir anderen die Schuld zu, wenn deren Entscheidungen oder Verhalten nicht in unsere Vorstellung oder in unser eigenes Konzept passen.

 

Und ja, in einem Unternehmen treffen andere auch mal unliebsame Entscheidungen (bewusst oder unbewusst) für uns. Zum Beispiel, die Entscheidung uns nicht zu loben und uns keine Wertschätzung zu zeigen. Uns ungerecht zu behandeln, uns nicht zu befördern, uns keine Gehaltserhöhung zu geben oder uns im schlimmsten Fall zu entlassen.

Natürlich gefallen uns diese Entscheidungen oder ein bestimmtes Verhalten nicht immer. Sie gefallen uns nicht, weil wir nun vielleicht handeln müssen, ohne dass wir handeln wollten. Wollten wir, dass alles so bleibt wie es ist? Empfinden wir es als belastend, für uns selbst und unser Leben Verantwortung zu übernehmen?

 

Und die Entscheidung anderer gefallen uns deshalb nicht, weil wir eine andere Sicht auf die Situation haben. Wir hätten sicher anders entschieden. Oder etwa nicht?

 

Im Grunde spielt es keine Rolle, auf welcher Seite wir stehen. Egal ob auf der Seite der Führungskraft, des Unternehmers oder auf der Seite des Mitarbeiters. Die Verantwortung für unser Leben und unsere Erfahrungen liegt immer bei uns selbst.

Verantwortung übernehmen bedeutet auch, sich ermächtigen, Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben.

 

Wo fängt unsere Verantwortung an? Vielleicht schon vor dem Zeitpunkt, wo andere ihre Verantwortung sahen und entschieden?

 

 

Selbstführung eine gute Lösung

Verantwortung übernehmen fängt mit Selbstführung an. Ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. Mit Selbstführung schaffen wir uns einen größeren Horizont für die Zukunft.

 

 

Herzlichst

Christine Riederer

 

Bildquelle: www.pixaby.com

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