Sie können eine Person nicht ändern! (2/2)

//Sie können eine Person nicht ändern! (2/2)
Veränderung inspirieren

⏱ 5 Min. | 27. Dez. 2020

In Teil 1 meines Beitrages ging es um die Punkte, die unternommen werden, wenn man eine Person verändern möchte. Und darum, weshalb sie selten funktionieren. Im heutigen Beitrag verrate ich Ihnen 3 Ideen, was Sie stattdessen tun können. Wie kann man Menschen inspirieren, Veränderungen anzugehen?

 

Wenn Sie also jemanden nicht zwingen können, sich zu verändern, weil Sie in sein Leben eingreifen und die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen letztlich nach hinten losgeht, was können Sie dann tun?

 

 

Sie können eine Person nicht ändern! (2/2)

 

1 Ein Change Maker sein

Gehen Sie als Vorbild mit gutem Beispiel voran. Jeder, der in seinem Leben jemals eine große Veränderung durchgemacht hat, hat bemerkt, dass sich dies auf seine Beziehungen auswirkt. Sie hören auf zu rauchen, und plötzlich haben Ihre  rauchenden Freunde das Gefühl, dass Sie sie ignorieren oder „zu gut“ für sie sind.

 

Aber manchmal, nur manchmal, denkt sich vielleicht einer dieser Raucherfreunde: „Verdammt, ja, ich sollte wahrscheinlich auch mit dem Rauchen aufhören“, und sie steigen mit Ihnen aus dem Club der Raucher aus. Sie machen die gleiche Veränderung wie Sie. Und nicht, weil Sie sich eingemischt und gesagt haben: „Hör auf, Dich zu vergiften“, sondern einfach, weil Sie aufgehört haben, und das hat andere inspiriert.

2 Stellen Sie bessere Fragen

 

Sobald Sie erkennen, dass es den Nutzen Ihrer Antworten sabotiert, bleibt Ihnen nur noch die Möglichkeit, der Person zu helfen, bessere Fragen zu stellen. Anstatt zu sagen: „Sie sollten für eine Gehaltserhöhung kämpfen“, könnten Sie sagen: „Glauben Sie, dass Sie fair bezahlt werden?

 

Statt zu sagen: „Sie müssen aufhören, den Schwachsinn Ihres Chefs zu kritisieren“, könnten Sie sagen: „Fühlen Sie sich für den Schwachsinn Ihres Chefs verantwortlich?

 

Und die provokative Variante. Statt zu sagen: „Hören Sie auf, sich in die Hose zu machen, das ist ekelhaft“, könnten Sie sagen: „Haben Sie schon mal über eine Toilette nachgedacht? Darf ich Ihnen zeigen, wie man sie benutzt?“

 

Es ist schwer, den Leuten Fragen zu stellen. Es erfordert Geduld. Und Überlegung. Und Sorgfalt. Aber das ist wahrscheinlich der Grund, warum es so nützlich ist. Wenn Sie einen Therapeuten bezahlen, bezahlen Sie ihn im Grunde nur für bessere Fragen. Und das ist der Grund, warum manche Menschen die Therapie als „nutzlos“ empfinden, weil sie dachten, sie würden für Antworten auf ihre Probleme bezahlen, aber sie haben nur noch mehr Fragen bekommen.

3 Bieten Sie bedingungslos Hilfe an!

 

Das soll nicht heißen, dass Sie den Menschen niemals Antworten geben können. Aber diese Antworten müssen von der Person selbst gesucht werden. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich sage: „Ich weiß, was das Beste für Sie ist“, oder ob Sie zu mir kommen und sagen: „Was glauben Sie, was das Beste für mich ist?

Man respektiert damit die Autonomie und Selbstbestimmung des anderen.

 

Deshalb ist es oft das Beste, wenn Sie einfach signalisieren, dass Sie verfügbar sind, wenn eine Person Sie braucht. Es ist der Klassiker: „Ich weiß, dass Sie gerade eine schwere Zeit durchmachen. Wenn Sie reden möchten, lassen Sie es mich wissen. Ich bin für Sie da.

Machen Sie Angebote für Veränderung

Es kann aber auch spezifischer sein. Vor ein paar Jahren machte eine Freundin von mir mit Ihrem Mann eine ziemlich schwere Zeit durch. Anstatt ihr Ratschläge zu geben oder ihr zu sagen, was sie tun sollte, erzählte ich ihr einfach von einigen Problemen, die ich in der Vergangenheit mit meinem Partner hatte und von denen ich glaubte, dass sie ähnlich waren.

 

Das Ziel war nicht, meine Freundin zu sagen, sie solle meinen Rat annehmen oder das zu tun, was ich getan habe, oder auch nur etwas darauf zu geben, was mit mir passiert ist. Das lag alles an ihr.

 

Ich habe ihr lediglich ein Angebot gemacht. Und wenn es für sie in irgendeiner Weise nützlich war, konnte sie es gebrauchen. Wenn nicht, war das auch gut so.

Der Erfahrung des anderen Perspektive verleihen!

 

Wenn wir das so handhaben, haben unsere Geschichten einen Wert außerhalb unserer selbst. Es lag nicht an mir, ihr Ratschläge zu geben. Es ist meine Erfahrung, die ihrer Erfahrung eine Perspektive verleiht. Und ihr Recht, selbst zu wählen und die Verantwortung für ihre Erfahrung zu übernehmen, wird nie behindert, nie beeinträchtigt, immer geehrt.

Selbstdefinition umwandeln

 

Letztlich ist jeder von uns nur in der Lage, sich selbst zu verändern. Sicher, David (Teil 1/2) mag einen Monitor weniger haben, aber solange sich seine Selbstdefinition nicht ändert, solange sich seine Gefühle über sich selbst und sein Leben nicht ändern, ist er derselbe alte David. Nur jetzt mit einer viel frustrierteren Mutter.

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