Wer bist Du – #1

Goethe's Zitat: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

Wie definieren wir unser Menschsein?

 

Wissenschaftlich gesehen ist dies leicht erklärt: Ei, Samenzelle, Zellteilung und DNA.

 

So einfach machen wir uns das selbst jedoch nicht. Sind wir ehrlich, dann erklären wir unser Menschsein überwiegend über unser Ansehen (Beruf, Influencer, Anzahl der Follower usw.) und unseren materiellen Erfolg. Beste Beispiele liefern uns die Vorstellungsrunden bei Netzwerktreffen.

 

Leistung erbringen, die sich in messbaren Ergebnissen zeigt,

die Erfolgsindikatoren unserer Gesellschaft.

 

Verlieren sich diese vermeintlich stabilen Grundpfeiler, aus welchen Gründen auch immer, fühlen wir uns unfähig. Teilweise auch schuldig, weil wir den Vorstellungen „erfolgreicher Menschen“ nicht (mehr) entsprechen. Angst und Scham breiten sich in uns aus. Was wir uns nur schwer eingestehen können.

 

Übrig bleibt eine emotionale Sackgasse, aus der wir uns nur schwer befreien können.

 

 

Wer bist Du

Cherie Carter-Scott liefert in Ihrem Buch „If Life Is A Game, These Are The Rules“ eine andere Sicht auf unser Menschschein, die „Rules of Human Being“. Nachstehend eine Zusammenfassung (frei und auszugsweise übersetzt).

 

#1 – Du bekommst einen Körper

Du kannst ihn lieben oder hassen, es ist Dein Leben, also nimm ihn an. Worauf es ankommt, liegt im Inneren.

 

#2 – Du wirst mit Lektionen konfrontiert

Leben ist eine Erfahrungsreise, die Dir jeden Tag neue Chancen eröffnet. Diese Lektionen sind speziell für Dich. Die Rückschlüsse, die Du hieraus ziehst, sind der Schlüssel zu Deinem erfüllten Leben.

 

# 3 – Es gibt keine Fehler

Es gibt keine Fehler, nur Lektionen. Leben bedeutet experimentieren und ausprobieren. Dabei ist es unvermeidlich, dass die Dinge nicht immer nach Plan verlaufen oder sich so entwickeln, wie Du es möchtest. Mitgefühl ist das Heilmittel für hartes Urteil – über uns selbst und andere. Vergebung ist „der Akt des Löschens einer emotionalen Schuld“.

Verhalte Dich integer und humorvoll. Lerne über Dich selbst und Deine eigenen Missgeschicke zu lachen. Dadurch erkennen wir, dass „Fehler“ einfach Lektionen sind, die wir lernen müssen.

 

#4 – Die Lektion wiederholt sich

Sie werden sich solange wiederholen, bis Du sie als solche sehen und von ihnen lernen kannst. Dein eigenes Bewusstsein und Deine Fähigkeit, sich zu ändern, sind Voraussetzungen für die Ausführung dieser Regel. Grundlegend ist auch die Akzeptanz, dass Du kein Opfer des Schicksals oder der Umstände bist. Du bist selbst verantwortlich für Dich und was Dir passiert. Geduld ist erforderlich – Veränderung geschieht nicht über Nacht, also gib Dir Zeit für Veränderung.

 

#5 – Lernen hört nicht auf

Solange Du lebst, gibt es Lektionen zu lernen. Übergebe Dich dem „Rhythmus des Lebens“, kämpfe nicht dagegen. Setze Dich für den Wandel und ständiges Lernens ein. Sei bescheiden genug, um Deine eigenen Schwächen anzuerkennen. Sei flexibel genug, um Dich neuem anzupassen, denn Starrheit wird Dir die Freiheit neuer Möglichkeiten verweigern.

 

 

Fazit

Wir sollten uns stets unseres Menschseins bewusst sein. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der in excellenter Mitarbeiterführung integriert ist.

 

 

Herzlichst Euer

Klaus Brandstätter

 

Bildquelle: your servant.de

geschätzt besonders in unsicheren Zeiten, ideenreich, fortschrittlich