Wie mit unmotivierten Teammitgliedern umgehen? (1/2)

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Sorgenvoll wirkender Mann

⏱ 5 Min. | 02. April 2022

Wenn ich zu Beginn meiner Führungskarriere ein unmotiviertes Teammitglied sah, dachte ich: „Was für ein Faulpelz/Störenfried“, „Er bringt es einfach nicht.“ Nicht gerade wertschätzend, das gebe ich zu.

Wie mit unmotivierten Teammitgliedern umgehen? (1/2)

Meine Gedanken drehten sich darum, was das Teammitglied falsch macht, und nicht darum, was ich für meine Teammitglieder besser machen hätte können.

 

Heute weiß ich es besser. Ich habe erlebt, wie Menschen buchstäblich über Nacht von unmotiviert zu motiviert switchten, wenn sich das Arbeitsumfeld oder das Verhalten einer Führungskraft so veränderte, dass es ihren Bedürfnissen besser entsprach.

Sie werden erstaunt sein, wie ein paar kleine Veränderungen für Ihr Team den Unterschied ausmachen können.

Behandeln Sie die eigentliche Ursache, nicht die Symptome.

Als Führungskraft ist es leicht, Ihren Teammitgliedern die Schuld für ihre Demotivation zu geben. Schließlich sind die Symptome allesamt Dinge, die Ihr Führungsblut in Wallung bringen.

 

Versäumte Fristen, schlampige Arbeit, fehlender Kundenservice, schlechtes Betriebsklima. Was auch immer die Anzeichen sind, sie werden Sie wahrscheinlich ärgern, weil sie Sie schlecht aussehen lassen könnten.

 

Sie sollten bedenken, dass Sie nur die Symptome eines unmotivierten Teammitglieds sehen.

Ursache aufdecken

Der erste Schritt besteht darin, die Grundursache zu finden. Dazu müssen Sie zunächst die Situation besser verstehen, indem Sie sich mit Urteilen zurückhalten und versuchen, die Fakten zu ermitteln.

 

Was tun, wenn Ihr unmotiviertes Teammitglied sich nicht öffnen will?
Wenn Ihr Teammitglied an Motivationsschwäche leidet, will es manchmal nicht darüber sprechen. Weil ihnen die Motivation fehlt, wollen sie einfach in Ruhe gelassen werden. Sie wollen ihre Arbeit erledigen und nach Hause gehen, ohne viel Aufhebens zu machen.

Unternehmen Sie etwas, wenn die Motivationsfrage in Ihrem Team Probleme verursacht. Selbst wenn der Mitarbeiter sagen wird, dass alles in Ordnung ist. Aber Sie wissen, dass das nicht stimmt.

1. Zeigen Sie Ihrem Teammitglied, dass Sie das Problem bemerkt haben.

Unmotivierte Teammitglieder bemerken oft nicht, welche Wirkungen sie haben. Daher werden sie denken, dass Sie es auch nicht bemerkt haben.

 

Zunächst müssen Sie deutlich machen, dass Sie das Problem bemerkt haben. Nennen Sie konkrete Beispiele, um zu zeigen, dass Sie es ernst meinen.

2. Zeigen Sie Unterstützung, anstatt ein Leistungsproblem zu behandeln.

Sie wollen kein Leistungsgespräch beginnen. Sie wollen ein Gespräch über Motivation führen.

 

Wenn Sie den Mitarbeiter auf sein Verhalten hinweisen und ihm sagen, was er Ihrer Meinung nach besser machen kann, haben Sie die Grundlage für ein konstruktives Gespräch geschaffen.

Natürlich müssen Sie erwähnen, dass die Qualität der Arbeit vielleicht nicht dem Standard entsprach. Aber Sie müssen sie nicht bestrafen, sondern darüber sprechen, wie sie ihr Potenzial ausschöpfen können.

3. Seien Sie bereit, sich Hilfe zu holen.

Manchmal haben Sie vielleicht das Gefühl, dass das Problem Ihres Teammitglieds nicht nur mit der Arbeit zu tun hat. Auch Faktoren außerhalb der Arbeit haben einen großen Einfluss auf den Arbeitsplatz.

 

Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie möglicherweise die Hilfe Ihrer Personalabteilung oder eines externen Dienstleisters in Anspruch nehmen müssen, wenn es um psychische Probleme oder andere Probleme geht, die über den Arbeitsplatz hinausgehen.

„Es gibt kein Problem, das wir nicht gemeinsam lösen können und nur sehr wenige, die wir allein lösen können.“

Lyndon Baines Johnson

Der beste Weg, Motivationsprobleme anzugehen, ist ein offenes und ehrliches Gespräch zu führen. Stellen Sie Ihrem unmotivierten Teammitglied fünf Fragen, um zu helfen.

 

Im nächsten Beitrag (2/2) Gespräche mit unmotivierten Mitarbeitern führen

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geschätzt besonders in unsicheren Zeiten, ideenreich, fortschrittlich

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